VOJTA für Kinder
Vojta ist eine umfassende, zertifizierte Physiotherapieform, die vom Kinderarzt bei Bedarf verordnet wird.
Physiotherapie nach Vojta aktiviert alle Bestandteile der Idealmotorik bis zum freien Laufen. Durch das Abrufen ontogenetischer Bewegungsmuster kann ein physiologisches Bewegungsbild ermöglicht werden.
Vojta ist hocheffizient bei allen Formen von Entwicklungsverzögerung (ZKS) und vor allem bei Asymmetrien mit und ohne Überstreckung ( Schiefhals oder eine Lieblingsseite).
Auch Trinkschwächen, Fußdeformitäten, Hüftdysplasien, Skoliosen und Armplexusparesen lassen sich damit sehr gut behandeln.
Da die Entwicklung eines Babys immer Schritt für Schritt erfolgt und sich gemäß der senso-motorischen Entwicklung aufbaut, ist es sinnvoll die Vojta Therapie in den ersten 6 Lebensmonaten durchzuführen um zu vermeiden, dass sich falsche Bewegungsmuster erst einmal festsetzen.
Natürlich wirkt Vojta auch bei älteren Säuglingen, Kindern und Erwachsenen.
Wie funktioniert Vojta?
Vojta-Therapie besitzt als Alleinstellungsmerkmal die Aktivierung genetisch programmierter Bewegungsmuster.
In unterschiedlichen Ausgangspositionen wird über festgelegte Zonen eine automatische Kettenreaktion von kleinen, dynamisch-isometrisch ablaufenden Muskelspielen ausgelöst. („Domino-Effekt“)
Auf den neuro-physiologischen Gesetzmäßigkeiten aufbauend, wird die gesamte Muskulatur des Körpers, d.h. der Augen, des gesamten Mundes, des Halses, der Rück- und Vorderseite des Rumpfes, der gesamten Wirbelsäule und der Arme und Beine bis jeweils in die Finger und Zehen, in genau der Form angesprochen, die analog, Baustein für Baustein, im Laufe der menschlichen Entwicklung, beim gesunden Menschen bis zur Erreichung des freien Laufens benötigt wird.
Bietet man dem kleinen Körper wiederholt in dieser Form die idealen Teile aus komplexen Bewegungsmustern an, erfolgt von Kopf bis Fuß ein „Update“.
Welche Ganzkörpereffekte zeigen sich nach einer Vojta Behandlung?
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- Die Akzeptanz der aktiven Bauchlage wächst deutlich.
- Die Augenmotorik wird verbessert.
- Die Zungen- und Mundmotorik werden positiv beeinflusst.
- Die geistige Wachheit steigert sich, Ihr Baby reagiert deutlicher auf Sie.
- Die Stimme wird kräftiger und deutlicher. Es kommt zum Phänomen der „Sprechexplosion“.
- Die Mimik wird reichhaltiger.
- Die Hautdurchblutung (Hautfarbe und -temperatur) verbessert sich
- Der Verdauungs- und Miktionsrhythmus normalisiert sich.
- Die Atmung und Vitalkapazität steigern sich.
- Der Brustraum wird größer, damit verbessert sich die Atemkapazität.
- Das Längenwachstum der Röhrenknochen wird aktiviert.
- Die Hüftgelenkspfannen verbessern sich.
- Die Innere Wahrnehmung d.h. das „Körperschema“ verbessert sich.
- Die weniger genutzte Körperseite wird integriert
- Häufig gestellte Frage: Sollte die Physio-Behandlung abgebrochen werden weil das Baby weint?
Nein, nicht unbedingt. Sie kommen zur Physiotherapie, weil ihr Kind ein Problem hat und dieses Problem zu lösen ist unsere Aufgabe. Wir arbeiten behutsam und schmerzfrei am Problem bzw. an dessen Ursachen und leiten damit eine klare Veränderung ein.
Jede Veränderung am Körper erzeugt ein Signal ans Nervensystem.
Manche Babys reagieren deshalb mit Weinen, andere nicht. Beides ist grundsätzlich in Ordnung und wird liebevoll begleitet.
Entscheidend für die Qualität der Behandlung ist also nicht ob ihr Kind weint oder nicht weint, sondern auf welche Weise es dabei begleitet wird und wie schnell eine Entwicklungs-Verbesserung sichtbar ist.
Selbstverständlich beachten wir auch die Bedürfnisse der Eltern. Denn Ihre Grundbefindlichkeit wirkt sich direkt auf die Regulation Ihres Kindes aus. Wir arbeiten grundsätzlich immer mit der ganzen Familie.
- Nähere Informationen: www.vojta.com
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